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Glutenfrei, Steinzeiternährung, Autoimmunprotokoll oder doch besser die Erfolgsdiät nach Dr. Rau? Sie haben die Diagnose «Hashimoto» und sind verwirrt, was Sie denn nun noch essen dürfen? Im Prinzip alles – sofern es Ihnen schmeckt und wohl bekommt. Basierend auf meiner persönlichen Erfahrung als Betroffene zeigt dieser Artikel, wie die ganzheitliche Ernährungsberatung Sie unterstützen kann, Ihr Wohlbefinden zu verbessern.

 

Nach der Diagnose «Hashimoto» im Sommer 2016 war ich getrieben vom Gedanken, mit Ernährung etwas gegen meine Krankheit machen zu können. Bestärkt wurde ich von unzähligen Ratgeber-Seiten im Internet. In jeder Empfehlung fand ich neue interessante Aspekte, die mich zum Weiterforschen anspornten. So hangelte ich mich von Thema zu Thema, von Ratgeber zu Ratgeber. Mein Bücherstapel schoss in die Höhe. Schliesslich kannte ich für jedes Lebensmittel mindestens zwei Gründe, warum ich es nicht essen sollte. Ich suchte nach Gegenargumenten und drehte mich im Kreis.

Unbewusst kombinierte ich nach und nach alle Programme. Da die meisten nach dem «Weglassprinzip» funktionieren, kamen immer mehr Lebensmittel auf die «Verbotsliste». Mein Lebensmittelspektrum wurde so drastisch eingeschränkt, dass ich nicht mehr wusste, was ich essen sollte. In der Folge griff ich zu Fettigem und Süssem, ass generell viel zu viel, mit den entsprechenden Konsequenzen auf mein Gewicht, meine Laune und mein Wohlbefinden. Schliesslich half mir ein Perspektivenwechsel aus der Negativspirale. Ich legte das Thema «Essen und Hashimoto» für ein paar Wochen zur Seite und widmete mich meiner Familie, Freunden, meiner Praxis und meinem Job. Ich erlebte, wie die Energie und die gute Laune zurückkamen, als ich meine Stärken lebte. Später konnte ich mich dem Thema wieder mit klarem Kopf zuwenden.

 

Entwickeln und anwenden

Im Rahmen meiner Diplomarbeit am Institut für Körperzentrierte Psychotherapie (IKP) habe ich die «individuelle Ernährung bei Hashimoto» entwickelt und diese im Selbsttest angewendet. Dabei habe ich sehr positive Erfahrungen gemacht. Was für mich gut ist, muss allerdings für Sie nicht unbedingt funktionieren. Das A und O einer Ernährungsform ist, dass sie alltagstauglich und wohltuend ist. Da wir Menschen alle unterschiedliche Individuen sind, kann sie diese Anforderung nur erfüllen, wenn sie die persönlichen Bedürfnisse berücksichtigt. Und diese werden bei den zum Teil sehr einschränkenden Ernährungsprogrammen, die uns Mr. Google bei der Suche nach der «Ernährung bei Hashimoto» ausspuckt, kaum erfüllt.

 

Essen bei Hashimoto – Wie sieht denn nun eine individuelle Ernährung aus?

Das Wichtigste zuerst: Eine individuelle Ernährung muss Ihren Bedürfnissen entsprechen. Aus wissenschaftlicher Sicht gibt es keine «Hashimoto-Diät», die die Krankheit vermindern oder gar heilen würde. Auf der anderen Seite heisst das nicht, dass es nicht doch eine Ernährungsform gibt, die zu mehr Energie, Vitalität und Wohlbefinden verhilft. Und genau dies gilt es herauszufinden.

Da sich Hashimoto in einer chronischen Entzündung der Schilddrüse zeigt, soll die Ernährung dieser entgegenwirken. Zudem sollte sie dem Schilddrüsenstoffwechsel gerecht werden und weitere individuelle Bedürfnisse berücksichtigen, die zum Beispiel im Zusammenhang mit dem Gewicht, einem Vitamin- und Mineralstoffmangel, Unverträglichkeiten sowie einem durchlässigen Darm (Leaky Gut) auftreten können oder ganz einfach die der Alltag mit sich bringt – sei es im Beruf oder im Privatleben.

Ernährungsberatung bei Hashimoto

In der ganzheitlichen Ernährungsberatung erarbeiten wir gemeinsam Ihr ganz persönliches Ernährungskonzept. Dies können Sie sich wie ein Puzzle mit verschiedenen Teilchen vorstellen. Eine anti-entzündliche Ernährung bildet die Basis. Im persönlichen Gespräch erkunden wir Ihre individuellen Bedürfnisse und Anforderungen: Wollen Sie abnehmen? Gibt es Lebensmittel, die Sie nicht vertragen? Wie spielt Ihre Verdauung mit? Sind Sie gut versorgt mit Vitaminen und Mineralstoffen? Auf welche Lebensmittel möchten Sie nicht verzichten? Wie sieht Ihr Mahlzeitenrhythmus aus? Was für spezifische Anforderungen stellt Ihr Alltag an Ihr Essen? Antworten auf diese und weitere Fragen fügen wir als weitere Teilchen dem Puzzle hinzu. So entsteht Ihr ganz persönliches Ernährungspuzzle, das Sie dann selbst austesten. 

Ernährungspsychologie bei Hashimoto

Viele Faktoren beeinflussen das Wohlbefinden eines Menschen. Neben einer gesunden und ausgewogenen Ernährung sind dies sicher Bewegung und Lebensstil. So können Dauerstress, Schlafmangel, Rauchen, psychische Belastungen, negativer Umgang mit Gefühlen und Emotionen – um nur ein paar Beispiele zu nennen – Entzündungen im Körper fördern. Wenn Sie möchten, schauen wir in der ganzheitlichen Ernährungsberatung, wie Sie einen anti-entzündlichen Lebensstil umsetzen können. Auch dieser hat einen positiven Einfluss auf Ihr Essverhalten.

Fügen Sie also neben der Ernährung noch weitere Teilchen Ihrem Puzzle hinzu, um so Ihr Wohlbefinden zu steigern.

Gehen Sie Ihren eigenen Weg

Eine grosse Herausforderung sah ich anfangs darin, meinem Ernährungskonzept zu vertrauen und meinen eigenen Weg zu gehen.

Dabei fiel es mir manchmal schwer, mich von den Ratschlägen der vielen «Experten», die zu diesem Thema Bücher verfasst haben und/oder ihr (Halb-)Wissen in den sozialen Medien verbreiten, abzugrenzen und ihre zum Teil sehr rigiden Programme nicht in mein Ernährungskonzept einzubauen.

Mit zunehmendem Wohlbefinden bekam ich die Bestätigung, auf dem richtigen Kurs zu sein. Ich konnte loslassen und meinem Körper vertrauen.

Ich möchte Sie dazu ermutigen, Ihren eigenen Weg zu finden und zu gehen. Gerne begleite ich Sie dabei.

 

Haben Sie Fragen oder möchten Sie einen Termin abmachen? Kontaktieren Sie mich. Ich bin für Sie da.

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Was ist Hashimoto

Die chronische Schilddrüsenentzündung «Hashimoto Thyreoiditis» – auch «Immunthyreoiditis Hashimoto» oder «Morbus Hashimoto» genannt – ist eine von über 70 Autoimmunerkrankungen.

Bei dieser Autoimmunerkrankung greift der Körper eigenes Schilddrüsengewebe an. In der Folge kommt zu einer chronischen Entzündung, was meist zur Unterfunktion der Schilddrüse führt.